NF_Plan_FNF_Detailzeichnung

Ausschnitt aus dem Plan: Tableau von Coblenz, Sektion A. II. (modifiziert durch städtisches Planungsamt) um 1900. 

Plan_FNF_neu_Ausschn

Bauelemente

Schleifung und Erhaltung

Der Plan zeigt, welche Teile der Festungsanlage vermutlich ab 1911 geschleift wurden. Die Gräben wurden verfüllt und die Escarpe bis zur Höhe der Wölbung abgetragen und mit den Resten des Mauerwerks verfüllt. Die Minengalerie (Communikation) , die Horchgänge und die Grabenwehren blieben fast vollständig erhalten und sind begehbar. Der Grabenschnitt, der im Zuge des Neubaus  - Wirtschaftsgebäude entstand wurde 1995 fertiggestellt.

Bauelemente, Schleifung, Erhaltung und Truppen

Glacis

lContrescarpe

lEscarpe

Reduit

Grabenwehr

Hauptgraben

Grabenwehr

Kehlgraben

Orillon

Bonnet-Kasematte

Die Festungsanlage heute und als Denkmal

geschleift
vermutlich ab 1911

begehbarer Bereich

Rekonstruierter
Grabenschnitt seit 1995

Legende:

Plan_2_a_Feste_Franz_03_04_2013_wk

Nach Weisung der IMMK Koblenz mussten nach dem I. Weltkrieg die Festungsanlagen weitgehend geschleift werden. Vom Festungssystem Feste Kaiser Franz blieben nur wenige Teile danach erhalten. Der militärische Wert der Festungsanlagen ging danach verloren.
Die Besatzungsstreitkräfte nutzten die unterirdischen verbliebenen Anlagen der Neuendorfer Flesche teilweise als Waffen- und Munitionslager. In den Wirren den II. Weltkrieges suchte die Lützeler und Neuendorfer Bevölkerung Schutz in den unterirdischen Ganganlagen. Zeugnisse davon sind heute noch zu sehen und teilweise erhalten.
Auf dem Gelände der ehemaligen Festungsanlage steht heute die Rhein-Kaserne. (mehr >)

Esacarpe alt

1994 begannen in der Rhein-Kaserne umfangreiche Bauarbeiten zum Bau eines neuen Wirtschaftsgebäudes, genau an der Stelle, wo man noch Teile der Escarpe, Poterne und Hauptgraben der Neuendorfer Flesche vermutete.
Dank Unterstützung der Verantwortlichen in der Rhein-Kaserne, insbesondere der Bauverwaltung konnten viele Teile freigelegt werden.
Nach eingehender Dokumentation, Begutachtung und Vermessung wurden die vorgefundenen Festungsteile abgetragen.

Escarpenfotoschnittneu
Ausgrabungen_Geb_11_Poterne

Foto oben: Reste der rechten Escarpemauer und Hauptgraben. (Foto: FNF)
Foto unten:  Poternenreste aus Sicht der Bonett-Kasematte.(Foto: FNF)

Neuestes Bild des Grabenschnittrekonstr2004
03041009
Geöffnete Escarpenkasematte

Truppen und Waffen

Insignien der InfanterieRegt 28_68

Ausschnitt aus den “Militär-Informationstafeln, Deutsches Reich,
 VIII. Armee-Korps Koblenz.
Abgebildet sind die Regimentsnummern und Uniformfarben.

Ein Teil des ehemaligen Grabensystems konnte dann 1996 als “Grabenschnitt” durch eine Fachfirma rekonstruiert werden. Das Foto oben links zeigt im Hintergrund das neuerbaute Wirtschaftsgebäude und im Vordergrund die Aufbauarbeiten der Escarpe und  im Foto oben rechts das fertiggestellte Escarpenteil. (Fotos: FNF / Klewenov 2004)

Die gegenüber der Escarpe liegende Contrescarpenmauer. (Foto;: Klewenov 2004)

Blick in eine geöffnete Kasematte der Escarpe mit Schießscharten und Durchgang zur Nachbarkasematte.
(Foto: Klewenov 2004)

truppe2

Nach Fertigstellung der Festungsanlage 1825 zogen preußische Truppen in die Werke.
Es waren Soldaten des 2. Rheinischen Infanterieregiments Nr. 28 von Goeben
und des 6. Rheinischen Infanterieregiments Nr. 68.
Insgesamt waren nach wechselnden Besatzungen etwa 200 -300 Soldaten stationiert.

Zur Verteidigung der Festungsanlage waren glatte Vorderlader im Gebrauch:
- 3., 6-, 12- und 24pfündige Kanaonen,
- 7-, 10- und 25pfündige Mörser und Haubitzen.

Preußischer Füsselier und Musketier.

Wallkanone
Kanone Raststatt

Wall-Lafette mit 7pfündiger Haubitze

Modell einer12pfündigen Kanone
(Foto: Wehrgeschichtliches Museum Raststatt)

Bonnetkasemattekonturen

Foto oben: Reste der freigelegten Bonnetkasematte(in rot: Mauerkontur, Foto: FNF)

Die Flesche im Fernsehen.

Im Juli 2010 hat das SWR-Fernsehen Rheinland-Pfalz ein Ortsportrait über Koblenz-Neuendorf gesendet.
Dabei wurde auch über unsere Festungsanlage berichtet (mehr>)

Das Denkmal

Teile der Feste Kaiser Franz und die Neuendorfer Flesche wurden in die Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz aufgenommen (mehr>)

Der Fund

Ein Postkartensammler aus Koblenz-Neuendorf hatte dieses einzigartige Fotodokument von 1905 gefunden und
es dem Verein als Kopie zur Verfügung gestellt.
Die Postkarte zeigt im linken Teil hinter der angetretenen Mannschaft das Reduit und das Orillon und im rechten Teil den Blick auf die Eingangspforte mit der Brücke über den Kehlgraben und den Innenbereich des Reduits. Ganz rechts im Bild ist der aufgesetzte Turm des Treppenhauses zu erkennen.

Postkarte NF

Das Festungsmodell “Flesche”

Der preußische Ingenieuroffizier Moritz Karl Ernst von Prittwitz und Gaffron hat in seinem “Lehrbuch der Befestigungskunst und des Festungskrieges” in aller Ausführlichkeit beschrieben uns skizziert:
...45. Die Flesche ist ein sehr einfaches, leicht zu konstruierendes in kurzer Zeit und mit geringen Baumitteln auszuführendes Werk, dessen Zweck allerdings immer untergeordnet sein wird.

Hinweis: Nach Prittwitz und Gaffron ist ein Werk der ehemaligen Festung Posen benannt (mehr>)

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Das Modell

Nach Vermessungen des damaligen Staatsbauamtes Koblenz-Nord, Fotos und Plänen aus dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin,  Vermessungen vor Ort und  “Beiträge zur angewandten Befestigungskunst, erläutert an Bespielen aus den neusten preußischen Befestigungsanlagen, Posen 1836” von Moritz-Karl Ernst Prittwitz und Gaffron begann 2002 der Bau des  Großmodells im Maßstab 1:100 durch Mitglieder des Vorstandes.

Ansicht_NF
Modellfoto_290605
Modellbau2
Modellbau4
ModellNF10 2004

Erste Schritte am Modellrahmen.

Der Rohbau entsteht...

Der “Rohbau ist fertig.(2003)

Fertigstellung im September 2004.
(Alle Foto : W. Klefisch, 2003 -2004)

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Die Flesche

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