Die Kaserne an der Andernacher Strasse.

Quartier Marceau
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Train-Kaserne 1925

Nach Schleifung der Neuendorfer Flesche, vor allem der oberirdischen Werke. begannen vermutlich 1911/12 die Erdarbeiten zur Trainkaserne Coblenz-Lützel mit Train-Depot. Eine wechselvolle Geschichte nahm ihren Lauf.
Erstbezug nach Fertigstellung ab 1913 durch Truppen des 2. Rheinischen Feld-Artillerieregiment Nr. 23.

1912 - Die Trainkaserne Coblenz-Lützel

1919 - Quartier Marceau

Ab 1919 wurde die Trainkaserne zunächst mit amerikanischen, ab 1923 bis 1929 mit französichen Besatzungstruppen belegt.
Die Namensgebung unter französicher Besatzung ist unklar, entweder Caserne Marceau, Caserné Général Kleber oder Quartier Mangin.  Die Foto rechts deutet auf den Namen “Marceau” hin.

Train_Uniform_1

1936 - Die Trainkaserne Koblenz-Lützel

Ab 1. August 1936: Übernahme der Kaserne durch die Wehrmacht und Herrichtung zur vorübergehenden Unterbringung des Stabes und 1. Bataillons des Artillerieregiments der 34. Division, der 1. Abteilung des Artillerieregiments 70, sowie Einheiten des Infanterieregiments 80.
Von 1940 bis Juli 1942 war ein Kriegsgefangenenlazarett eingerichtet, anfengs für marokkansiche und tunesische Gefangene der französichen Armee.
1945  bis 1948 wurde die Kaserne als  Notunterkunft für Ausgebombte und Werkstätten für Koblenzer Firmen genutzt.

1948 - Caserne Éble und Caserne Générale Hoché

1948 erfogte erneut die Belegung mit französischen Besatzungstruppen und die Umbenennung in zwei Bereiche:
Caserne Eblé und Caserne Général Hoche.
Die stark beschädigten Gebäude der alten Trainkaserne (Geb. 2 - 5) wurden wieder hergerichtet und im ehemaligen Heeresnebenzeugamt enstanden neue Hallen, die bis weit in die achtziger Jahre noch von der Bundeswehr genutzt wurden.
Auf dem Foto rechts ist noch das ehemalige Familienwohnheim der Trainkaserne zu sehen. In diesem Gebäude war zeitweise auch unsere Dokumentation untergebraccht.

Caserne_Eblé_Wache_vor_Geb_1

An der Andernacher Strasse errichtete man zwei Mannschaftshäuser, ein Stabshaus und ein Unteroffizier-Familienhaus. Die beiden Mannschaftshäuser stehen heute noch. Das Unteroffizier-Familienhaus rechts neben dem Stabshaus wurde in den 80er Jahren erst abgerissen. Das Stabshaus an der Kaserneneinfahrt wird heute auch noch genutzt.
HInter den Mannschaftsgebäuden Richtung Osten erstreckten sich ein weiteres Mannschaftshaus, ein Wirtschaftshaus mit Kantine sowie ein Kammergebäude.
Es folgten weitere Einrichtungen wie ein Pferdekrankenstall, eine Schmiede. eine Beschlagschmiede, eine gedeckte Doppelreitbahn. Fertigstellung gesamt etwa 1915.
Die weitere Geschichte der Trainkaserne ist eng verbunden mit den Truppen des  preußischen Trains, insbesondere mit dem Rheinischen Trainbataillon Nr. 8, das die Kaserne aus dem Standort Ehrenbreitstein in den folgenden Jahren bezog.

Foto: Französische Wachsoldaten an der Kaserneneinfahrt -Caserne Eblé

Postkarte von der Tainnkasern. Rechts das Stabsgebäude und links das Familienwohnheim..

Postkarte von der neuen Kaserne an der Andernacher Strasse. Zusehen sind die beiden Mannschaftshäuser, rechts die Kaserneneinfahrt.

Postkarte - Quartier Marceau, mit den Mannschaftshäusern und dem Stabsgebäude der ehemaligen Trainkaserne.

Geb_10_Caserne_Eblé
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Foto: Einfahrt der Rhein-Kaserne an der Andernacher Strasse. Links die ehemaligen Mannschaftshäuser der Train-Kaserne und das ehemalige Stabsgebäude. (Foto: W. Klefisch, 2007)

Foto: Einfahrt zur Caserne Eblé, rechts das ehemalige Familienwohnheim der Trainkaserne.
In diesem Gebäude war im Erdgeschoß von 1992 - 2001 die Dokumentation des Förderkreises eingerichtet.

1957 - Rhein-Kaserne

Der Gebäudekomplex wurde 1957 an die Bundeswehr übergeben und in Rhein-Kaserne umbenannt.
An der Herberichstrasse entstand ein externer Lagerbereich füe die Pioniereinheiten der Rhein-Kaserne.
IIn den 80er,und 90er Jahren wurden viele Gebäude grundsaniert und neue Hallen erreichtet.
Heute sind in der Kaserne Kommando- und Stabseinheiten stationiert.
Das Wappen der Rhein-Kaserne, das vom damaligen Kasernenoffizier W. Klefisch entworfen und von der Stadt Koblenz genehmigt wurde, zeigt in der oberen Hälfte ein Teil des Koblenzer Stadtwappens und darunter den schematischen Grundriss der Neuendorfer Flesche mit einer Signatur für den Rhein.

 

Wappen1

(Quellenangaben Geschichte der Rhein-Kaserne Koblenz, Wolfgang Klefisch,1998, Foto Rhein-Kaserne W. Klefisch ,2007)

Rhein-Kaserne

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