NF_Plan_Festung_Koblenz
Neuendorfer
Flesche
Flesche
IMG_6582

Der Plan rechts zeigt, welche Teile der Festungsanlage vermutlich ab 1911  geschleift wurden. Die Gräben wurden verfüllt und die Escarpe bis zur  Höhe der Wölbung abgetragen und mit den Resten des Mauerwerks verfüllt.  Die Minengalerie (Communikation) , die Horchgänge und die Grabenwehren  blieben fast vollständig erhalten und sind begehbar. Der Grabenschnitt,  der im Zuge des Neubaus  - Wirtschaftsgebäude entstand wurde 1995  fertiggestellt.

Geschleift vermutlich
ab 1911





Begehbar






Grabenschnitt
ab 1995

Postkarte NF

Die typische Form einer Flesche findet man heut noch in Ansätzen beim Fort X des Kölner Festungsgürtels am Neusser Wall
Das Fort ist heute noch fast vollständig erhalten und begehbar..

Logo_FortX_kl-WEB

Zum Festungssystem Feste Kaiser Franz nördlich der Moselmündung gehörte  u.a. auch die Festungsanlage Neuendorfer Flesche. Sie wurde 1825 nach  fünfjähriger Bauzeit fertiggestellt und sofort mit Truppen belegt.
Mit ihrem dreieckigem Grundriss, der typischen Form einer Flesche (fleche = frz. Pfeil) bestand sie aus zwei fast gleichlangen Frontlinien (je 100 - 120 m lang) und einem halbrunden zweistöckigem kasemattiertem  Hauptwerk (Reduit) mit angehängter Flankenbatterie (Orillon = frz.  Ohr). Ein etwa 17 m breiter trockener Hauptgraben umschloss das Wek nach vorne. Vor dem Reduit lag der Hauptwall mit dem Kasemattenkorps  (Escarpe
)

Plan_FNF_neu_Ausschn

Ein Postkartensammler aus Koblenz-Neuendorf hatte dieses einzigartige Fotodokument von 1905 gefunden und
es dem Verein als Kopie zur Verfügung gestellt.
Die Postkarte zeigt im linken Teil hinter der angetretenen Mannschaft das  Reduit und das Orillon und im rechten Teil den Blick auf die  Eingangspforte mit der Brücke über den Kehlgraben und den Innenbereich  des Reduits. Ganz rechts im Bild ist der aufgesetzte Turm des  Treppenhauses zu erkennen.

Das Festungsmodell “Flesche”

Der preußische Ingenieuroffizier Moritz Karl Ernst von Prittwitz und  Gaffron hat in seinem “Lehrbuch der Befestigungskunst und des  Festungskrieges” in aller Ausführlichkeit beschrieben uns skizziert:
...45. Die Flesche ist ein sehr einfaches, leicht zu konstruierendes in kurzer Zeit und mit geringen Baumitteln auszuführendes Werk, dessen Zweck  allerdings immer untergeordnet sein wird.

Hinweis: Nach Prittwitz und Gaffron ist ein Werk der ehemaligen Festung Posen benannt

Nach Fertigstellung der Festungsanlage 1825 zogen preußische Truppen in die Werke.
Es waren Soldaten des 2. Rheinischen Infanterieregiments Nr. 28 von Goeben
und des 6. Rheinischen Infanterieregiments Nr. 68.
Insgesamt waren nach wechselnden Besatzungen etwa 200 -300 Soldaten stationiert.

truppe Insignien der InfanterieRegt 28_68
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Neuendorfer Flesche

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© by Förderkreis Neuendorfer Flesche Koblenz (2001-2017) Letzte Aktualisierung am 20.09.2017